Die Schadschwelle liegt bei 5 Unkrautpflanzen /m2 oder einem Deckungsgrad von 1% zum Zeitpunkt Auflaufen der Kartoffel. Im integrierten Anbau ist daher die Kombination von mechanischer und chemischer Unkrautbekämpfung Standard. Der Schwerpunkt liegt hier auf der VA-Anwendung kurz vor dem Durchstoßen der Kartoffeln, ca. 1 Woche nach dem letzten Häufeln.
Problematisch wird es, wenn Niederschläge die Herbizidversiegelung auf der Dammkrone zu den Rändern verlagert haben und Unkräuter wie Knöterich-Arten aus der Damm-Mitte auflaufen. BOSTAT stabilisiert hier zusätzlich den Herbizidfilm und sorgt für eine längere Wirkungsdauer bis zum Reihenschluß.
Viele Zulassungen im Gemüsebau erlauben nur die reine Vorauflaufanwendung. Pflanzenausfälle wirken sich hier meist direkt auf den Ertrag an vermarktungsfähiger Ware aus. Die folgenden Versuche zeigen deutlich, wie BOSTAT die Verträglichkeit in Zwiebeln und Buschbohnen verbessert.
Phytotox - Schäden an jungen Rapspflanzen
Halbe Aufwandmengen Metazachlor in Kombination mit Clomazone sind Routine im Rapsanbau. Beide Wirkstoffe verlangen jedoch erhebliches Fingerspitzengefühl bei der Anwendung. Besonders der unentbehrlich gewordene Wirkstoff Clomazone mit einem kurzen Applikationsfenster von 1 –3 Tagen nach der Saat, kann nach Niederschlägen auf leichten Standorten stark zeichnen.
Der „herausgespritzte“ Entwicklungsvorsprung des Rapses gegenüber den Unkräutern bleibt leicht auf der Strecke, wenn junge Rapspflanzen erst einmal stehen bleiben um den Herbizid-Schock zu verarbeiten. Das Additiv BOSTAT schützt in dieser sensiblen Entwicklungsphase den Raps vor zu intensivem Wirkstoffkontakt.
Da die Auswahl an Wirkstoffen weiterhin stagniert, und wichtige Produkte wie Nimbus CS, Brasan, Colzor Trio, Centium 36CS und Cirrus ausschließlich über den Boden wirken, ist neben einer Top-Saatbettbereitung bei hohen Aufwandmengen immer ein Additivzusatz zu in Erwägung zu ziehen. Soll AHL als N-Startgabe zugemischt werden, kann dies ohne Probleme auch im BOSTAT-Mix erfolgen.
Künftig wird sich der Trend zur Spritzfolge mit Vorauflauf-Applikation im August und gezielter NA-Spritzung Ende September fortsetzen. Auch Gräsermittel können gezielt mit in den 2. Tankmix kommen. (Vorsicht allerdings bei Vierermischungen mit Azol + Bifenox!)
Windhalm, Ackerfuchsschwanz und wichtige dikotyle Unkräuter wie Kornblume und Klatschmohn werden im Wintergetreide bereits im Herbst bekämpft. Für eine VA- oder frühe NA-Behandlung kommen alle Bestände in Frage, die bis Mitte Oktober aufgelaufen sind.
Windhalm kann, Ackerfuchsschwanz muß im Herbst behandelt werden, da Ackerfuchsschwanz zu 80% bereits im Herbst aufläuft, sollte auch hier bereits im Herbst eine Bekämpfung stattfinden, damit die Konkurrenz früh genug ausgeschaltet wird – es drohen sonst Verluste von 10 dt/ha bei zu später Frühjahrsbehandlung.
Die preisgünstige und sichere Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz wird von Jahr zu Jahr anspruchsvoller, insbesondere nachdem IPU und CTU mit einem umfangreichen Auflagenkatalog versehen wurden. Eine gute Wirkung der eingesetzten Bodenherbizide wird damit immer wichtiger.
Vorauflauf-Anwendungen mit Flufenacet, Pendimethalin oder Diflufenican sind die Basis der meisten Herbizidvarianten im Herbst.
Umso wichtiger wird es, sicherzustellen, dass diese Wirkstoffe an der richtigen Stelle im Bodenprofil platziert werden und dort auch so lange wie möglich verbleiben. Alle Wirkstoffe, die über den Boden wirken, brauchen ausreichend Bodenfeuchte, damit sie vernünftig wirken können. Neben der bestmöglichen Unkrautwirkung ist es gleichzeitig erforderlich, den Wirkstoff aus der Wurzelzone des Getreides herauszuhalten, damit Wüchsigkeit, Konkurrenzkraft und Wachstumsgeschwindigkeit der Kultur für die Vorwinterentwicklung erhalten bleiben. BOSTAT bringt auch Im Wintergetreide ein Plus an Sicherheit, sowohl bei der Verträglichkeit, als auch bei der Wirkung.
Mit PHFIX®5 die Wirksamkeit von Baccara Forte und Pendimethalin gegen Ackerfuchsschwanz verbessern