Zwei Werte, die man kennen sollte: pH-Wert und Härtegrad.
Links: schnelle pH-Absenkung bei geringem Additivzusatz. Rechts: stufenweise Absenkung sichtbar gemacht durch den Farbindikator
Pflanzenschutzmittel reagieren extrem empfindlich auf hartes Wasser – Ausfällungen blockieren Düsen und Filter, Wirkstoff und Wirkung gehen verloren.
Ein schwieriger Job für die Entwicklungsabteilung:
Es galt, ein Additiv zu entwickeln, dass die Lösung gezielt ansäuert, mit allen Wirkstoffen mischbar ist, die Wirkstoffmoleküle selbst nicht zerstört und das gleichzeitig die komplette Liste der Härtebildner in chemisch reaktionsarme Verbindungen überführt. Die ganze „Härte“ muß zudem als Mikrosuspension in Lösung bleiben und auch noch problemlos Filter und Düsen passieren können.
Das Ergebnis ist die perfekte Formulierung von PHFIX®5. Seit seiner Einführung in Deutschland, ist die Zugabe von PHFIX®5 für Betriebe mit hartem Wasser zum Standard beim Auffüllen der Spritze geworden. Da die Spritzflüssigkeit selbst durch den Zusatz des Additivs optisch eingefärbt wird, ist es dem Spritzenfahrer möglich, sehr exakt die gewünschte Dosierung einzustellen.
Und so wird PHFIX®5 angewendet: Die Spritzlösung verfärbt sich automatisch bei Zugabe von PHFIX®5. Der optimale pH Wert ist erreicht, wenn das Spritzwasser pink/rosa eingefärbt ist. Das Spritzwasser hat dann einen pH Wert zwischen 4,5 und 5,0
Dosierung außerhalb des dunklen Spritztanks durch Mischungstest festlegen
Spritztank zur Hälfte mit Wasser auffüllen
errechnete Menge PHFIX®5 zufügen – Dosierung entsprechend der endgültig benötigten Menge (z.B. 80 ml pro 100 L Wasser)
Pflanzenschutzmittel zufügen und bei laufendem Rührwerk ganz auffüllen
Die exakte Menge PHFIX®5 sollte einmalig in einem separaten Behälter, (z.B. 10 L-Eimer)festgestellt werden. Die folgende Tabelle gibt eine Anhaltspunkt, welche Menge erforderlich ist, um den pH-Wert einzustellen:
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Wasser Menge |
Wasserqualität (Härte) |
Menge |
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100 L
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Weiches Wasser |
40 – 50 ml |
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Mittelhartes Wasser |
60 – 120 ml |
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Hartes Wasser |
130 – 180 ml |
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Sehr hartes Wasser |
200 ml |
Für viele unserer Kunden ist der 3 L Kanister das ideale Gebinde für die 4000 L Spritze. Wir sind diesem Wunsch nachgekommen und haben deshalb diese eher ungewöhnliche Gebindegröße geschaffen.
Für Betriebe über 1500 ha Ackerfläche liefern wir im 1000 L Container frei Hof.

Alkalische Hydrolyse und Salzantagonismus

Zusammenfassung GV Herbizide AdditivRegenwasser oder Brunnenwasser: unterschiedliche Wirkung
Spritzwässer für die Pflanzenschutzanwendung weisen unterschiedlichste Eigenschaften auf. Im Extrem reichen diese von gesammeltem Regenwassser bis zu eigenem Brunnenwasser mit sichtbaren Trübungen.
Die Wasserqualität beeinträchtigt die Wirkung moderner Pflanzenschutzmittel jedoch stärker als bisher angenommen. Im Haushalt werden Waschmittel und Spülmaschinen schon lange auf den Härtegrad des Wassers abgestimmt.
Im Pflanzenschutz wird Wasser unterschiedlichster Qualität zusammen mit empfindlichen und hochkomplexen Wirkstoffen eingesetzt, die Dosierung richtet sich bislang ausschließlich nach der zugelassenen und oder empfohlenen Aufwandmenge.
Erfahrene Berater kennen das Problem seit langem:„Der Einsatzzeitpunkt stimmt, die Aufwandmenge stimmt, das Wetter hat gepasst und das Ergebnis ist trotzdem schwach“ – Nachspritzungen werden erforderlich.
Offensichtlich ist zu wenig Wirkstoff bei der Spritzung angekommen. Kurzfristig nur für den Einzelnen ärgerlich – auf Dauer führt latente Unterdosierung allerdings zur Selektion resistenter Populationen, mit weitreichenden Konsequenzen nicht nur in der Landwirtschaft. Mitunter sind auch ganze Wirkstoffgruppen (z.B. Azole) in der Humanmedizin betroffen. „Ein bisschen Wirkung“ ist unter diesem Aspekt viel schlechter als gar keine Wirkung!
Für die Verwendung als Spritzwasser sind die Gehalte an Kationen (Ca2+,Mg2+,Fe2+,Fe3+) und der pH-Wert entscheidend.
Kationen bilden häufig stabile Komplexe, in denen der Pflanzenschutzwirkstoff festgelegt und deaktiviert wird. Es kommt zur Bildung unlöslicher Verbindungen zwischen Pflanzenschutzmittel und Calcium- (Ca2+), Magnesium- (Mg2+)und Eisen-(Fe3+) Ionen. Im Extremfall treten sichtbare Ausflockungen oder Schlieren auf, die durch Mischen und Umpumpen nicht in Lösung zu bringen sind. Filter und Düsen setzen sich regelmäßig zu. Das ist nicht nur lästig und kostet Zeit, es ist auch teuer, denn die Niederschläge enthalten Wirkstoff der zuvor eingekauft wurde.
Häufig bleibt nur noch ein Bruchteil freier Wirkstoff für die biologische Wirkung übrig. Dieser Effekt ist seit langem aus der Praxis bekannt, konnte jedoch nicht wirklich verhindert werden, da die gängigen Zusätze entweder den Wirkstoff selber zerlegen oder immer nur ein einzelnes Kation binden.
Neben dem Salzgehalt spielt vor allem der pH-Wert der Lösung eine wichtige Rolle. Die meisten Wirkstoffe funktionieren am Besten im saueren bis schwach saueren Bereich. PH-Werte über 7 beschleunigen den Abbau.