KW20 vom 15. Mai 2019

Zuckerrüben – jetzt auf Verträglichkeit der Herbizidkombination achten!

Die „Eisheiligen“ haben mit starken Temperaturschwankungen, Fraßschäden und heftigen Niederschlägen die Wachsschicht der Rüben stark mitgenommen. Die Pflanze reagiert jetzt besonders empfindlich auf
Öl-formulierte Produkte, welche die Wachsschicht weiter schädigen. So stellen Sie Ihre Tankmischung auf bessere Herbizidverträglichkeit um:
Die Wahl des richtigen Additivs entscheidet über die blattaktive Wirkung der Spritzbrühe!

Mit PHFIX5 den Farbindikator der Tankmischung auf Pink-Rot einstellen!

Durch die Einstellung der Spritzbrühe mit PHFIX5 erzielen Sie gleich mehrere Vorteile.

Die Verträglichkeit der Tankmischung wird erhöht, da PHFIX5 frei von Ölkomponenten ist. Die Wachsschicht der Rübe bleibt intakt, der Durchdringer in PHFIX5 bringt den Wirkstoff dennoch effektiv in das Blattgewebe der Unkräuter. Die Wirksamkeit der Kombiprodukte (PHFIX5 + z.B. Belvedere Extra, Betasana Trio) oder der Einzelkomponenten in Tankmischung (PHFIX5 + Betasana SC+ Oblix500+ Metafol SC) kann gut auf die einzelnen vorhandenen Unkräuter abgestimmt werden. Hierbei entspricht die korrekte Einstellung mit dem rübenschonenden Additiv PHFIX5 auf den Farbton Pink-rot einer Menge von 1,0 L/ha Öl. Eine Kombination mit lenacilhaltigen Herbiziden empfehlen wir unter den jetzigen Witterungsbedingungen nicht. (wg. Formulierung: ölige Dispersion)
Die Mischbarkeit der Tankmixpartner bleibt selbst in sehr hartem Wasser erhalten. Mit steigenden Temperaturen erholen sich die Rübenbestände schnell. Distelbekämpfungen mit Clopyralid und Gräserbekämpfungen mit FOPs sollten zu einem späteren Zeitpunkt gezielt als Solomaßnahme erfolgen. Auch hier steigert PHFIX5 besonders bei höheren Temperaturen und ausgeprägter Wachsschicht die Wirkstoffaufnahme der Unkräuter und Gräser über das Blatt.

Mais: Starthilfe bei „Erkältung“

Die niedrigen Tagestemperaturen unter 12 °C der letzten Tage haben den Mais gelb werden lassen. Ein deutliches Signal, dass die Pflanze unter Energiemangel leidet. Bei wärmeren Temperaturen erholen sich die Pflanzen meist schnell wieder und wachsen zügig weiter. Selbst erfrorene Blätter verkraftet der Mais, da der Vegetationskegel bis zum 4-Blattstadium noch gut geschützt im Boden sitzt. Bleibt es weiterhin kühl, wird die Nährstoffversorgung immer wichtiger, da Mais im Jugendstadium ein schlechtes Aneignungsvermögen für Nährstoffe hat und die Entwicklung des Wurzelsystems zurückbleibt.

Sobald die Bestände Wiederergrünen signalisieren, kann das Wurzelwachstum mit
NU-PHOS38 über das Blatt stimuliert werden. Hierbei hat sich ein Splitting mit niedrigen Aufwandmengen gegenüber der Einmalanwendung bewährt.

1. Behandlung:   0,5 L/ha NU-PHOS38 (bei Wiederergrünen)
Die 2. Behandlung mit NU-PHOS38 erfolgt zum 4-Blattstadium und kann mit der Herbizidmaßnahme kombiniert werden, sobald die Blätter nicht mehr unter akutem Kältestress leiden.
2. Behandlung:   0,5 L/ha NU-PHOS38 (4-6-Blatt-Stadium)       
NU-PHOS38 aktiviert die pflanzeneigenen Abwehrkräfte besonders gegen Schwächeparasiten wie Phytium oder Fusarium und stimuliert eine schnelle Wurzelbildung. Hierdurch werden die im Boden vorhandenen N- und P–Vorräte besser verwertet und die Wassernutzungseffizienz wird gesteigert.

Alternativ hat sich in den letzten 2 Jahren diese Kombination als „Starthilfe“ für erkälteten Mais im 4-6-Blatt-Stadium bewährt:
0,5 L/ha NU-PHOS38 (besseres Nährstoffaneignungsvermögen durch  Wurzelwachstums- und Feinwurzelbildung)
+
3,0 L/ha VULKANO versorgt die Maispflanze direkt über das Blatt mit essentiellen Nährstoffen und kurbelt durch Pyroglutamin den Proteinstoffwechsel an

Aufwandmenge:  0,5 L/ha NU-PHOS38 + 3,0 L/ha VULKANO  (4-6-Blatt-Stadium) 

Getreide: N-Düngung für Ertrag und Qualität!
Gerade bei begrenzten N-Mengen kommt es auf eine bestmögliche Ausnutzung des vorhandenen Stickstoffs in der Spätdüngung an. Hierzu ist neben einer guten Ausstattung mit Mikronährstoffen ein kontinuierlicher Proteinstoffwechsel entscheidend.
VULKANO setzt N in Ertrag um!

VULKANO enthält Pyroglutamin, den wichtigsten Baustein während der Proteinbildung.
Gerät ein Bestand unter Stress, fällt der Pyroglutaminspiegel in der Pflanze und die Proteinbildung verlangsamt sich, Wachstum und Ertragsbildung werden heruntergefahren – Vorgänge, die direkt vom N-Kreislauf der Pflanze gesteuert werden.
Ein hoher Glutamingehalt im Blatt sorgt jetzt dafür, dass die N-Assimilation unter bestmöglichen Bedingungen weiterlaufen kann.
VULKANO füllt die Depots der Pflanze an natürlichem Pyroglutamin und schafft damit die besten Voraussetzungen für hohe Erträge.
Achtung: Für eine optimale N-Assimilation braucht die Pflanze ausreichend Schwefel!

Anwendung:
Winterweizen 3,0 L/ha VULKANO  EC 37 / 39

VULKANO kann mit Fungiziden und Wachstumsreglern kombiniert werden.

Getreide: Fahnenblatt mit robustem Fungizidbelag gesund erhalten!
Im Getreide stellt sich jetzt die Frage, wie der Bestand kostengünstig gesund erhalten werden kann. Der Fungizidschutz soll möglichst lange auf dem Fahnenblatt und später auf der Ähre halten. In vielen Beständen sind die oberen 2-3 Blattetagen gesund, es besteht jedoch ein erhöhtes Infektionspotential für Roste. Ist eine Fusarium-Blütenbehandlung geplant, sollte bei geringem Befall mit Septoria, Braunrost oder Gelbrost jetzt eine Zwischenbehandlung mit 80% Aufwandmengen durchgeführt werden.

Der Fungizidschutz wird durch den Belagsbildner MYKO-TOP auf dem Fahnenblatt vor Abwaschung und UV-Abbau geschützt.